Messner
Direktorin Chinazentrum Christian-Albert-Universität zu Kiel

Prof. Dr. phil. habil. Angelika C. Messner ist Professorin für China-Studien und seit 2013 Direktorin des Chinazentrums der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Das Chinazentrum ist die zentrale Einrichtung der Universität für Forschung, Lehre und wissenschaftliche Kooperationen mit China und fungiert als Schnittstelle zwischen unterschiedlichen Fachdisziplinen, Hochschulen und internationalen Partnerinstitutionen.
Messner studierte Medizin, Sinologie, Medizingeschichte und medizinische Anthropologie in Innsbruck, Wien, Peking und Freiburg. Sie promovierte 1998 und habilitierte sich 2007. Ihre wissenschaftliche Laufbahn ist durch eine konsequent interdisziplinäre Perspektive geprägt, die medizinische Wissens- und Kulturgeschichte mit Fragen der Gesellschaft, Körperlichkeit, Gesundheit und Heilung verbindet.
Ein zentraler Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf der interkulturellen Betrachtung von Gesundheit und Medizin in Europa und Asien. Dabei untersucht sie unter anderem die historischen und kulturellen Bedingungen medizinischen Wissens, die Bedeutung von Emotionen und Körperkonzepten sowie die materiellen und sozialen Dimensionen medizinischer Praktiken. Ihre Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Sinologie, Medizingeschichte, Anthropologie und Wissenschaftsgeschichte.
Messner verfügt über umfangreiche internationale Forschungserfahrung und wissenschaftliche Netzwerke in China, Taiwan, Singapur und weiteren asiatischen Ländern. Sie war unter anderem Gastprofessorin an der Shanghai University of Traditional Chinese Medicine und Research Fellow am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin. Von 2017 bis 2024 war sie Präsidentin der International Association for the Study of Traditional Asian Medicine (IASTAM) und engagierte sich damit maßgeblich für die internationale Erforschung asiatischer Medizintraditionen.
Als Direktorin des Chinazentrums setzt sie sich für eine differenzierte und wissenschaftlich fundierte Chinakompetenz ein. Das Zentrum bietet neben Forschung und Lehre auch Sprachkurse, interkulturelle Formate, wissenschaftliche Veranstaltungen und Beratungsangebote für Angehörige der Universität an. Im Rahmen des BMFTR-geförderten Projekts ChiKoN – China-Kompetenz im Norden wirkt Messner an der Vernetzung und am Ausbau chinabezogener Kompetenzen in Norddeutschland mit.
