Schmidt-Chanasit
Uni Hamburg, Leiter Abt. Arbovirologie & Entomologie, BNITM

Prof. Dr. Dr. Jonas Schmidt-Chanasit ist Professor an der Universität Hamburg und leitet am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) die Abteilung Arbovirologie und Entomologie. Als international ausgewiesener Virologe und Tropenmediziner forscht er insbesondere zu neu auftretenden und wiederkehrenden Infektionskrankheiten sowie zu Viren, die durch Stechmücken und andere Vektoren übertragen werden. Die Universität Hamburg führt ihn als gemeinsam berufenen Professor im Bereich Arbovirologie.
Ein zentraler Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit sind Arboviren – darunter beispielsweise Dengue-, Zika-, Chikungunya-, West-Nil- und andere durch Arthropoden übertragene Viren. Dabei untersucht seine Arbeitsgruppe unter anderem die Wechselwirkungen zwischen Viren und ihren Vektoren sowie die Entstehung und Ausbreitung neuer Infektionserreger. Ziel ist es, die epidemiologischen Entwicklungen besser zu verstehen und Grundlagen für Prävention, Surveillance und Ausbruchskontrolle zu schaffen.
Schmidt-Chanasit verfügt über langjährige Erfahrung in der Tropenmedizin, Virologie und Infektionsepidemiologie. Nach seinem Medizinstudium an der Charité – Universitätsmedizin Berlin promovierte er 2006 zum Dr. med. und habilitierte sich 2010 im Fach Virologie. Seine wissenschaftliche Laufbahn führte ihn unter anderem über die Universität Frankfurt an das BNITM, wo er seit vielen Jahren in der Erforschung tropischer und neu auftretender Viruserkrankungen tätig ist.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die globale Gesundheitsvorsorge und Pandemieprävention. Schmidt-Chanasit war und ist in die wissenschaftliche Bewertung von Ausbrüchen und neu auftretenden Infektionskrankheiten eingebunden und wurde insbesondere während der Ebola-, Zika- und COVID-19-Pandemie als wissenschaftlicher Experte einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Die aktuellen Forschungsarbeiten seiner Abteilung befassen sich unter anderem mit der zunehmenden Ausbreitung von Stechmückenarten und den möglichen Auswirkungen des Klimawandels auf die Verbreitung vektorübertragener Krankheitserreger.
