WAYDHAS
Leitungsteam Unfall-, Hand--, Wiederherstell. Chirurgie, Universitätsklinikum Essen

Prof. Dr. med. Christian Waydhas ist ein ausgewiesener Experte für Intensivmedizin, Notfallmedizin, Unfallchirurgie und die Versorgung schwerverletzter Patientinnen und Patienten. Er ist an der Universität Duisburg-Essen tätig und gehört zum Leitungsteam der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikum Essen. Seine klinische und wissenschaftliche Arbeit verbindet die unfallchirurgische Behandlung schwerverletzter Menschen mit intensivmedizinischer Versorgung und den strukturellen Anforderungen moderner Notfallmedizin.
Seine medizinische Ausbildung absolvierte Waydhas an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er auch seine Facharztausbildung in der Chirurgie durchlief. 1991 wurde er Facharzt für Chirurgie, 1994 habilitierte er sich an der LMU und erwarb im selben Jahr die Zusatzweiterbildung Intensivmedizin. Seit 1999 ist er außerplanmäßiger Professor an der Universität Duisburg-Essen. Über viele Jahre war er am Universitätsklinikum Essen als Oberarzt und Leiter der unfallchirurgischen Intensivstation tätig; zudem arbeitete er langjährig als Leitender Notarzt.
Ein wesentlicher Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der interdisziplinären Versorgung von Schwerverletzten und kritisch kranken Patientinnen und Patienten. Waydhas war Gründungsmitglied des TraumaRegister DGU® und engagiert sich seit Jahrzehnten für Qualitätsentwicklung und evidenzbasierte Strukturen in der Intensiv- und Notfallmedizin.
Seine wissenschaftlichen Arbeiten befassen sich unter anderem mit der Organisation und Struktur von Intensivstationen, der Schwerverletztenversorgung, der Triage sowie der Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen in der Akut- und Intensivmedizin.
Eine besondere überregionale Bedeutung besitzt sein Engagement in der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Seit 1997 ist er dort aktiv und war unter anderem Sprecher der Sektion „Qualität und Ökonomie“. Er war maßgeblich an Empfehlungen zur Personal- und Strukturentwicklung von Intensivstationen beteiligt.
2025 übernahm er die Kongresspräsidentschaft des 25. DIVI-Kongresses in Hamburg. Darüber hinaus ist er Koautor der DIVI-Empfehlungen zu interprofessionellen Handlungsfeldern in der Intensivmedizin und arbeitet an aktuellen Fragen der Struktur- und Qualitätsentwicklung in der Notfallversorgung.
Auch aktuell ist Prof. Waydhas wissenschaftlich aktiv. Zu seinen jüngeren Arbeiten gehören Untersuchungen zur Zusammensetzung und Alarmierung von Schockraumteams, zur Ausstattung deutscher Notaufnahmen, zur Traumateamaktivierung nach Verkehrsunfällen sowie zu Verfahren der Beatmung und Intensivversorgung.
