Zaman
Kardiologie & Intensivmedizin, Uniklinikum Schleswig-Holstein, Kiel

Dr. Adrian Zaman ist in der Klinik für Innere Medizin III des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, im Bereich Kardiologie und Intensivmedizin tätig. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der kardiologischen Elektrophysiologie und Rhythmologie, insbesondere in der Diagnostik und interventionellen Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Seine wissenschaftliche Tätigkeit ist eng mit der kardiologischen Forschung am Standort Kiel und dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) verbunden.
Zu seinen wissenschaftlichen Schwerpunkten gehören moderne Verfahren der Katheterablation von Herzrhythmusstörungen. In aktuellen Arbeiten befasst er sich unter anderem mit der Optimierung von Ablationsverfahren, der präzisen Bestimmung von Läsionsgrößen und der elektrophysiologischen Charakterisierung von Herzgewebe. Eine 2025 publizierte Studie untersuchte beispielsweise die Vorhersage von Ablationsindex und Läsionsgröße bei der Radiofrequenzablation und entstand im Rahmen der kardiologischen Elektrophysiologie am UKSH Kiel.
Ein besonderer Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit liegt auf der Behandlung komplexer ventrikulärer Tachykardien. Dr. Zaman war maßgeblich an Forschungsarbeiten im Rahmen des RAVENTA-Programms beteiligt, eines multizentrischen Projekts zur Untersuchung der stereotaktischen Radioablation bei ventrikulären Tachykardien. Das Verfahren verfolgt einen innovativen, nicht-invasiven Ansatz zur Behandlung schwer zugänglicher kardialer Arrhythmiesubstrate und verbindet moderne kardiale Bildgebung, Elektrophysiologie und Strahlentherapie.
Auch die Ablation atrialer Arrhythmien gehört zu seinen aktuellen Forschungsfeldern. Gemeinsam mit dem Kieler elektrophysiologischen Forschungsteam veröffentlichte Dr. Zaman 2025 eine Arbeit zur Lokalisation nicht anhaltender atrialer Arrhythmien mittels automatisiertem Pace-Mapping. Die Studie zeigt den Einsatz hochauflösender elektrophysiologischer Kartierung zur präziseren Identifikation von Ursprungsorten von Herzrhythmusstörungen.
Die wissenschaftliche Arbeit von Dr. Zaman ist damit stark translational ausgerichtet: Neue elektrophysiologische Mess- und Kartierungsverfahren werden mit moderner Bildgebung, computergestützter Analyse und interventionellen Therapieverfahren verbunden. Aktuelle Publikationen des Kieler Teams befassen sich unter anderem mit hochauflösendem Mapping, der gezielten Isolation kardialer Strukturen und der Weiterentwicklung komplexer Ablationsstrategien.
